Mit einem späten Start in den Tag mussten wir nach einer wilden Nacht rechnen. Mein Tagesplan war klar: Strand, Kater kurieren, chillen. Das Frühstück fiel mit 4 Semmeln gut aus – heute hatten wir uns gegen Mr. Kiwi entschieden und für eine eher deutsche Variante. Am Strand angekommen, fast in der Mittagshitze, erzählte mir Josef andauernd von der tollen Insel Cozumel, ganz in der Nähe und super preiswert. Überzeugt war ich nicht, zumal ich meinen Tagesplan aufgeben sollte. Dennoch ließ ich mich nach einem Plantschgang hinreisen. Ganz der Strandtyp bin ich dann doch nicht. (Nicht wahr, Anna?)

Um 1500 bestiegen wir also mit neuen Barbeständen die Katamaranfähre und ließen uns eine Stunde lang mit Mietangeboten berieseln, bis wir auf der großen mexikanischen Karibikinsel angekommen waren. Dort hatten wir uns ausgemalt, könne man sich einfach Ausstattung zum – mein neues Wort des Tages – snorklearen ausleihen. Leider lief das nicht ganz so wie geplant. Erstens waren die Riffe an einer anderen Stelle der Insel und zweitens gab es keinen ÖPNV. Da wir jetzt schon eine Menge investiert hatten wollten wir nicht kneifen und haben uns kurzer Hand zu einer Vespa überreden lassen.

Man stelle sich vor: dos Alemanos, Cuernos (Blondies) wie wir gerne genannt werden, in bunter europäischer Bademode, Mozarellaweiß, demasiado alto auf einer roten Vespa. Jedes mal, wenn wir überholt wurden, wurde laut gehupt und gebrüllt vor Gelächter. Die einheimische Bevölkerung war über unseren Besuch deutlich erheitert. Zum Glück konnten wir Ihnen eine Freude bereiten!

Das Schnorcheln selber war dann leider nur mittelgut. An drei verschiedenen Stellen sind wir ins Wasser gegangen. Nach 3 Stunden fragte Josef ironisch: “hast Du schon gelbe Fische gesehen?” danach war dann Schluss mit Schnorcheln. Zum Abschluss des Tages, suchten wir noch dieses Gebäude, ganz wichtig, muss wohl da drüben irgendwo sein…. Fahren wir mal schnell rüber!

Die Polizei muss mich für Geisteskrank gehalten haben, weil ich auch nach Sonnenuntergang gemütlich mit Sonnenbrille weiter gefahren bin. Keiner wusste, dass die geschliffen ist und ich nur mit Brille fahren darf. Wurscht. Kurz vor 2100 brachten wir Adriano sein Spielzeug zurück, stellten fest das wir von Mozarellaweiß zu Ferkelrosa übergegangen waren und schnappten uns den letzten Hovercraft (UltraMar – Volando al Mar) zurück ans Festland.