Nach meinem letzten Beitrag bin ich leider nicht mehr dazu gekommen, etwas zu schreiben. Der Tag war so Action gefüllt, dass ich einfach nicht mehr die Zeit hatte. An der Karibik angekommen haben wir erstmal 2 Stunden am Strand geschlafen. Obwohl es gewindet hat wie sau, ging das verhältnismäßig gut. Josef hat sich hinter ein Boot gelegt, meine Wenigkeit – ähnlich den afrikanischen Kühen – habe meinen Allerwertesten dem Wind entgegen gestreckt und mein Haupt auf meinen Rucksack gelegt. Perfekt. Zumindest bis die Polizei kam.
Die wollte uns darauf hinweisen, dass es für besoffene Touristas nicht der beste Ort sei ihren Rausch auszuschlafen. Nachdem klar wurde, dass wir nicht besoffen, sondern viel mehr obdachlos waren, zog auch die Polizei munter weiter.
Kurz nach 0700 waren wir bei Mr. Kiwi zum Frühstück, frische Fruchtcocktails und Eier gabs dort, Durchfall als kleines Extra kostenlos dazu.
Um 0800 haben wir in unser Hostel eingecheckt, um 0900 waren wir auf dem Weg nach Tulum im Collectivo – einem Sammeltaxi. Beeindruckt von der unheimlichen Schwüle und tausenden von schwitzenden Amerikanern schlossen wir uns einer kleinen Führung an.
Nach unserer Rückkehr aus Tulum und einem frischen Pescado in der Nähe vom Taxistand haben wir erstmal eine Siesta gemacht. Die kurze Nacht in der mobilen Gefriertruhe, genannte Autobus der ersten Klasse, und der Ausflug nach Tulum haben uns aller Kräfte beraubt.
1600 pünktlich sind wir dann am Strand angekommen und haben bis zum Sonnenuntergang die letzten Stunden am Meer geplanscht. Auf dem Weg zurück wurde mir von einem freundlichen und geschäfttüchtigen Mexikaner mit total rot angelaufenen Augen Marijuana angeboten. Auf meine Absage bot er Kokain und eine Stripshow kostenlos dazu. Auf die erneute Absage erwiderte er, sicherlich könnte er auch eine Nacht mit dem Mädchen arrangieren. Als ich einfach weiterging schaut er verdutzt, und nach einem offensichtlichen Geistesblitz rief er mir hinterher: “Quieres ‘Mexican boys’?”
Der Einkauf in Walmart lief gut, obwohl es dort unerträglich kalt war. Die tarjeta de credito funktionierte auch – inzwischen waren nämlich alle Barbestände erschöpft – und so konnten wir uns einem gemütlichen Abend im Hostel bei Guacamole und Quesadillas gönnen. Ein kaltes Corona leitete den Abend ein.
Feiern in der Karibik? Richtig geil. Teuer wie in München, erste Klasse DJ, total durchgeknallte Mädels, es war ein Träumchen. Bis kurz vor Sonnenaufgang waren wir unterwegs. Dabei haben wir Monte kennen gelernt, die mit ihren 8 besten Freundinnen gerade hier Urlaub macht. Sehr lustig.