Nach unserer Ankunft um 0545 in Oaxaca und der Feststellung, dass der Markt noch nicht offen war, sind wir erstmal in die Messe um 0630 gegangen. Bei der Lagebesprechung im Cafe danach, entschieden wir uns vorerst getrennt vorzugehen. Ich sollte erneut mein Glück bei Banamex probieren, während Josef sich nach der Weiterreise erkundigte. Da zu meiner großen Überraschung die Banamex und ich zügig ins Geschäft kamen hatte ich genügend extra Zeit, um meine uralt Timberlands professionell in Schuss bringen zu lassen.
Wir waren während dem gesamten Morgen etwas behindert durch niedrig hängende Planen im Stadtkern. Die Lehrer des Bundesstaates Oaxaca streiken schon seit einem Monat, indem sie in der Fußgängerzone campieren. Die Forderung ist klar: mehr Geld.
Ein Besuch im Kloster St. Domingo folgte als erstes. Dort waren wir im Museo de las Culturas de Oaxaca und haben uns mit den tausenden unterschiedlichen Völkern der Region vertraut gemacht. Das Museum ist in einer bemerkenswert schönen Anlage gelegen und bietet unheimliche Aussicht in die umliegenden Berge und (viel näher) den Kaktengarten.
Das ist wahrscheinlich mein bestes Foto für heute. Facilissimo sage ich nur dazu, denn das ist seit gestern mein neues Lieblingswort.
Oaxaca zeigte sich heute von seiner schönsten Seite. Nachdem unser Lunch Date geplatzt war suchten wir uns ein schönes Plätzchen in der Stadt und erforschten die Essenstechnischen Möglichkeiten. Die Devise: wenn Du nicht weißt was es heißt, musst Du es bestellen! Das klappt sehr gut und endete in einem köstlichen Schmaus.
Direkt im Anschluss, nachdem aus unseren Siesta mangels geeigneten Plätzen nichts geworden war, sind wir direkt nach Monte Alban gefahren. Weiß jemand, ob die Zapoteken polygam waren? Die Frage haben wir uns wiederholt gestellt. Außerdem: was heißt die Stadt wurde aufgegeben? Wie macht man das denn?
Zum Glück habe ich Sonnencreme mitgebracht, sonst wäre das heute brennzlich geworden.
Nach dem besteigen des höchsten Tempels war nicht mehr viel drin außer: Pause! Im gemütlichen Gespräch schauten wir über ein unglaubliches Panorama und unterhielten uns über Naturrecht und den Glauben der Menschen aus medizinischer Sicht.
Tumba 7, aus der die ganzen Schmuck Gegenstände aus dem Museum kamen haben wir uns vor der Rückfahrt in die Stadt genau angeschaut. Leider waren alle Schätze schon entfernt. Im Anschluss fuhren wir fix und alle zurück nach Oaxaca Stadt und haben einen Cafe geschlirft. Weitere Reiseplanung, besonders bezüglich einer kleinen Wanderung haben wir mit einem Spaziergang über den Markt abgeschlossen.
Dort unterhielten wir uns bei einer Quesadilla mit Kürbisblüten mit der Standinhaberin über die unterschiedlichen Begriffe für Erbsen, die es im spanischen gibt. Churillos und ein paar Chile pequin für den Josef begleiteten uns zurück durch die Lehrer Demo in die Kathedrale. Jetzt werden wir gerade heraus geschmissen!